Sie erreichen uns unter
01/407 83 03

Knorpelschäden und Arthrose im Kniegelenk

Die Anfangsstadien der Kniegelenksabnützung sind das Anwendungsgebiet für die nichtoperative Therapie. Das Knorpelgewebe im Kniegelenk beginnt dünner zu werden, um diesen Vorgang zu behindern, werden medikamentöse Mittel, allgemein und lokal im betroffenen Gelenk (intraartikulär) zur Anwendung gebracht.

Eine besondere Bedeutung kommt dabei der Pulsierenden Signaltherapie (PST) zu.

Der Beginn einer Arthrose ist gekennzeichnet durch einen vorzeitigen und übermäßigen Abrieb des Knorpelbelages. Durch weitere Belastung beziehungsweise Über- und Fehlbelastung kann der Knorpel bis zum Knochen abgerieben werden.

Bei leichteren Knorpelschäden reicht eine einfache arthroskopische Glättung des Knorpels zumeist aus, wobei postoperativ eine Knorpelaufbaukur, bei der knorpelaufbauende Substanzen in das Kniegelenk gespritzt werden, durchgeführt werden sollte.

Kleine umschriebene tiefe Knorpeldefekte können durch Knorpeltransplantationen behoben werden. Dabei wird ein Knorpelknochenzylinder aus einem nicht belastenden Gelenksteil entnommen und in den Defekt in der Belastungszone implantiert. Nach solchen Operationen darf das Kniegelenk vier bis sechs Wochen nicht belastet werden, um ein gutes Einwachsen des Knorpels zu ermöglichen.

Bei fortgeschrittenen Knorpelschäden kommt es in weiterer Folge zur Arthrose, die im Röntgen durch den Verlust des so genannten Gelenkspaltes gesehen wird.

Im Endstadium der Arthroseerkrankung läuft man so zu sagen "auf der Felge", das heißt Knochen auf Knochen. Dieser Prozess geht mit einer sichtbaren Deformierung des Gelenkes und auch einer Veränderung der Gelenksachse einher. Die arthroskopische Chirurgie macht es möglich, auch derartig zerstörte Gelenke wieder fitter zu machen.

Bei weiterem Fortschreiten der Arthrose, können durch moderne Implantate Teile des Knies oder das ganze Knie ersetzt werden.

Häufig wird durch eine vermehrte O-Beinstellung im Alter vor allem der innere Anteil des Kniegelenkes hochgradig abgenützt. In diesem Fall kann der innenseitig abgenutzte Gelenksknorpel computergesteuert über einen minimalinvasiven Zugang mit kleinen Metallimplantaten ersetzt werden.

In diesem Fall wird statt dem Knorpelüberzug ein Metallbügel im Knochen verankert und zementiert und als Gleitfläche eine Polyethylenscheibe eingeschoben. Der Patient ist gleich am nächsten postoperativen Tag mobilisierbar und kann das Knie belasten. Eine weitgehend schmerzfreie Belastung und Bewegung des Kniegelenkes, ist schon nach ein paar Tagen möglich. Bei hochgradigen Abnutzungen des gesamten Kniegelenkes sind Knieprothesen erforderlich, wobei im Rudolfinerhaus modernste Implantate zur Verfügung stehen, die auch über Computernavigation möglichst gewebeschonend implantiert werden können.

Für ein arthrotisch erkranktes Kniegelenk stellt dann letztlich der endoprothetische Gleitflächenersatz die Behandlung der Wahl dar. Dabei werden die verbrauchten knorpeligen Areale des Gelenkes durch genau aufeinander passende endoprothetische Implantate ersetzt.

Ziel dieser Therapie ist die Beweglichkeit zu verbessern, eine Deformität in O- oder X-Bein Stellung zu korrigieren, die Gehfähigkeit wieder herzustellen und die präoperativen, quälenden Schmerzen zu eliminieren. Dies wird durch die moderne Endoprothetik ermöglicht, die formal dem natürlichen Gelenksdesign nachgebildet ist und im individuellen Fall der exakten Größe des Patientengelenkes angepasst wird.

Wenn möglich wird lediglich ein Teilersatz durchgeführt, wobei die noch gut zu verwendenden Gelenksabschnitte erhalten bleiben (zum Beispiel: Halbschlittenprothese beziehungsweise isolierter Ersatz des Gelenksabschnittes zwischen Kniescheibe und Oberschenkelknochen). Der Ergebnisinhalt eines derartigen Eingriffes ist die Reintegration des Patienten in ein normales bewegungsaktives Leben, sodass das Gehen auf der Ebene und auf Stufen beziehungsweise bergauf und bergab wieder möglich ist.

Darüber hinaus aber auch Rückgewinnung einer Mobilität, die auch für gewisse sportliche Aktivitäten genutzt werden kann, zum Beispiel Walking, Radfahren, Schwimmen, Gymnastik ohne Lauf- und Sprungbelastung, Golf spielen, Fischen, Segeln, Skifahren und die Jagd.

Allerdings immer mit dem Wissen, dass es sich nur um einen medizinisch-technischen Ersatz des Gelenkes handelt, dass kein physiologisches Kniegelenk in seiner natürlichen Qualität wiederhergestellt werden konnte und dass daher permanente Stressbelastungen zu vermeiden sind. Unter diesen Bedingungen kann mit einer sehr langen Haltbarkeit des Gelenkes gerechnet werden.

Meniscus und Abnützung im Knie

Das instabile Knie


Die Rückgewinnung einer Mobilität, die auch für gewisse sportliche Aktivitäten genutzt werden kann, zum Beispiel Walking, Radfahren, Schwimmen, Gymnastik ohne Lauf- und Sprungbelastung, Golf spielen, Fischen, Segeln, Skifahren und die Jagd ist möglich.

Die Behandlung beruht auf drei Säulen:

1. Die Verminderung der Gelenksentzündung

2. Die Anregung von Gewebsneubildung

3. Die Korrektur der Beinachse

Computergesteuerte Navigation

Moderne Implantate liegen in einem Baukastensystem vor, wodurch eine genaue Anpassung an alle pathologischen Möglichkeiten eines erkrankten Gelenkes gegeben ist. Das Baukastensystem hat den Vorteil, dass bei etwaiger Notwendigkeit Einzelteile des Systems ausgetauscht werden können, ohne in das Gesamtsystem eingreifen zu müssen. Nicht geschädigte Bestandteile des Kniegelenkes, wie zum Beispiel die Kniegelenksbänder, werden erhalten und es wird muskelschonend operiert.

 

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.