Schmerztherapie Schmerzlokalisation Termin online buchen Moderne Kontaktieren Sie uns für Sie

Unsere Leistungen für Sie

Erfahrene Ärzte

erstellen die Diagnose und beraten Sie zu Ihren individuellen Behandlungsalternativen.
Alle Kassen und privat.

Behandlung

Beschwerdespezifisch werden konservative oder minimalinvasive Therapien an Ihre Bedürfnisse angepasst.

Qualität und Sicherheit

Die laufende Fortbildung aller Teammitglieder unserer ISO ÖQM zertifizierten Ordination stellt Ihre bestmögliche Betreuung sicher.

Sofortige Hilfe

Wenn möglich, erfolgt eine rasche Linderung Ihrer Schmerzen am Beginn der erforderlichen Therapie.

Willkommen in der Orthopädie - Hernals

Univ. Doz. Dr. Martin Buchelt
Dr. med. univ. Nikolaus Ulreich
Dr. med. univ. Carl Anton Kupsky

Seit 1995 ist die Ordination eine der führenden orthopädischen Facharztpraxen in Wien.

Was bedeutet „Moderne Schmerztherapie“?

Die medizinische Forschung hat in den letzten 10 Jahren auch im Bereich der Orthopädie enorme Fortschritte gemacht. Nicht nur bei Medikamenten und bei chirurgischen Eingriffen wie der minimalinversiven Chirurgie (im Volksmund als „Knopfloch Chirurgie“ bezeichnet) sondern vor allem auch in der bildgebenden Diagnostik. Durch computergestützte Verfahren bei Röntgen, CT und MR können die Ursachen für Beschwerden und Probleme früher und genauer erkannt und die optimalen und zielgerichtete Behandlungsoptionen gewählt werden.
Unsere Ärzte bleiben durch regelmäßige Fortbildung und den laufenden Erfahrungsaustausch mit internationalen Kollegen am letzten Stand dieser Entwicklungen und können dadurch unseren Patienten schneller und effizienter helfen.

Moderne Schmerztherapie für Sie

Der Mensch ist so Fit wie sein Bewegungsapparat

Das wird uns spätestens dann „schmerzlich“ bewusst, wenn Beschwerden an Hüften, Knien, Schulter und anderen Gelenken zu Einschränkungen und Behinderungen im Alltag führen. 75% aller Menschen über 40 Jahre haben durch Abnützung, Überlastung oder Verletzungen Probleme mit ihrem Bewegungsapparat. Das kostet Lebensqualität und Lebensfreude im alltäglichen Leben und beim Sport. Als Fachärzte für Orthopädie und orthopädische Chirurgie stehen wir Ihnen jederzeit mit aktuellem fachlichem Know How, Beratungsleistung und den modernsten medizinischen Technologien zur Verfügung.Denn auch Sie haben Anspruch auf eine jederzeit schmerzfreie Beweglichkeit.
Knie
Schulter
Ellenbogen
Füsse
Hand und Finger
Wirbelsäule
Hüfte
foot
Füsse
elbow
Ellenbogen
pelvis
Hüfte
shoulder
Schulter
pain-in-fingers
Hand und Finger
knee
Knie
spinal-column
Wirbelsäule

Unsere Ärzte

Univ. Doz. Dr. Martin Buchelt
Dr. med. univ. Nikolaus Ulreich
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Univ. Doz. Dr. Martin Buchelt

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Dr. Carl Anton Kupsky

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Oftmals verschieben wir den Arztbesuch aus Zeitmangel, Angst oder nach dem Motto: „Es wird schon wieder besser werden“! Doch gerade Schmerzen im Bewegungsapparat führen zu einer drastischen Einschränkung des Wohlbefindens und der Lebensqualität. Oftmals sind es kleine Ursachen, die sich schnell beheben lassen. Fast immer verkürzt eine frühe Diagnose die Dauer der notwendigen Therapie. Nützen Sie deshalb jetzt unsere Kontaktmöglichkeiten zur Terminbuchung über Telefon, online oder per E-Mail.

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01 - 407 83 03

Adresse

Hernalser Hauptstr. 24 - 26, 1170 Wien
Eingang: Hernalser Hauptstraße Ecke Veronikagasse

Erfahrene Ärzte

Ihre Gesundheit ist Ihr wichtigstes Kapital. Sie sollten es nur den besten Fachleuten anvertrauen.

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Die Behandlungsmethoden werden optimal an Ihre Bedürfnisse angepasst.

Sofortiger Service

Ihr Behandlungsplan ist auf stetigen Fortschritt ausgelegt, wobei jede Phase umgehend umgesetzt wird.

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    Univ. Doz. Dr. Martin Buchelt

    Name:
    Martin Buchelt
    Akad. Titel:
    Univ. Doz. Dr. med.
    Geburtsdatum:
    24. April 1959
    Medizinstudium:
    Universität Wien 1977-1983
    Promotion:
    4. Februar 1983
    Ausbildung

    4. April 1983 – 30. Sept. 1983:
    Präsenzdienst

    21. Juli 1987 – 22. Juli 1987:
    Educational Commission for Foreign Medical Graduates (ECFMG)

    1984 – 1988:
    Turnusausbildung

    1988:
    Erwin Schrödinger Stipendium für Research Fellowship

    1. Dez. 1988 – 31. Juli 1989:
    Cedars Sinai Medical Center,
    Los Angeles Departement of Surgery Laser Laboratory

    1. Aug. 1989 – 30. Juni 1993:
    Fachausbildung Orthopädie: Universität Wien (AKH)

    seit 1. Juli 1993:
    Facharzt für Orthopädie und orthopädische Chirurgie

    1993 – 1997:
    Oberarzt der orthopädischen Universitätsklinik

    seit 14. März 1996:
    Universitätsdozent

    Spezialisierungen

    Arthroskopische Gelenksoperationen

    Gelenksersatz
    (künstliche Hüft- und Kniegelenke)

    Bandscheiben und Wirbelsäulenchirurgie

    Fußchirurgie

    Fachgesellschaften

    Deutschsprachige Arbeitsgemeinschaft für Arthroskopie

    Österreichische Gesellschaft für Orthopädie und orthopädische Chirurgie

    North American Spine Society

    Gesellschaft für Manuelle Medizin

    Gesellschaft für Schmerztherapie

    Österreichische Gesellschaft für Wirbelsäulenchirurgie

    GOTS – Gesellschaft für orthopädisch-traumatologische Sportmedizin

    Dr. med. univ. Nikolaus Ulreich

    Heading #3
    Name
    Nikolaus Ulreich
    Akad. Titel
    Dr. med. univ.
    Geburtsdatum
    23.09.1976
    Medizinstudium
    Universität Wien 1995-2001
    Promotion
    September 2001

    2002-2009: AKH Wien Abteilung Orthopädie und orthopädische Chirurgie

    2009-2019: Oberarzt am Universitätsklinikum Krems, Schwerpunkt Wirbelsäulenchirurgie

    seit 2015:    Partner Orthopädie Hernals OG

    Spezialausbildung

    Notarztdiplom

    Sportarztdiplom

    Diplom für manuelle Medizin

    SKA Zicksee

    Bayrischer Olympiastützpunkt Straubing

    Schwerpunkte

    Konservative und operative Wirbelsäulentherapie

    Bildgesteuerte Nervenwurzelblockade

    Dekompressionsoperationen am Wirbelkanal

    Versteifungsoperationen LWS, BWS (offen und minimalinvasiv) TLIF

    Aufrichtung von osteoporotischen Wirbelfrakturen mittels Ballonkyphoplastie

    Allgemeine orthopädische Operationen wie Knie- und Hüftgelenksersatz, Vorfuß und Handchirurgie, Arthroskopie

    Dr. Carl Anton Kupsky

    Name:
    Carl Anton Kupsky
    Akad. Titel:
    Facharzt für Orthopädie und Traumatologie
    Geburtsdatum:
    06. Juni 1979
    Medizinstudium:
    Universität Wien 1998-2007
    Promotion:
    05. November 2007
    Ausbildung

    1997 – 1998:
    Militärischer Präsenzdienst in Eisenstadt

    11.2008
    Lehrpraktikum Ordination Univ. Doz. Dr. Buchelt
    (FA für Orthopädie und orthopädische Chirurgie)

    12.2008 – 03.2010
    Turnusarzt Evangelisches Krankenhaus

    04.2010 – 07.2013
    Turnusarzt Klinikum Penzing und Klinikum Ottakring

    08.2013 – 03.2019
    Assistenzarzt Unfallchirurgie Klinikum Ottakring

    04.2019 – 10.2020
    Assistenzarzt Doppelfach Orthopädie und Traumatologie Klinikum Penzing und Klinikum Ottakring

    11.2020 – 03.2021
    Assistenzarzt Unfallchirurgie Klinikum Ottakring

    04.2021
    Facharzt für Orthopädie und Traumatologie Klinikum Ottakring

    Weitere Ausbildungen

    Arzt für Allgemeinmedizin (Ius Practicandi)

    Notarztdiplom

    ÖAK Fortbildungsdiplom

    Mitgliedschaften

    ÖGOuT

    Österreichische Gesellschaft für Orthopädie und Traumatologie

    Knie

    Die häufigsten Schmerzursachen im Kniegelenk sind Meniscus- und Knorpelschäden. Insbesondere nach Unfällen können auch Bandverletzungen die Ursache sein. Mittels sorgfältiger klinischer und radiologischer Untersuchung kann die Ursache herausgefunden werden und eine individuelle Therapie eingeleitet werden. Durch gezielte Infiltrationen und minimal-invasive arthroskopische Operation sind Erkrankungen des Kniegelenkes meist rasch heilbar.

    Meniscusschäden entstehen häufiger durch Abnutzung beziehungsweise Degeneration, insbesondere bei Patienten ab fünfunddreißig bis vierzig Jahren (als durch Unfälle). Aufgrund von Vorschädigungen durch Fehl- beziehungsweise Überbelastung reichen oft Minimaltraumen, um einen Meniscusriss zu verursachen. Die Diagnose wird einerseits durch die klinische Untersuchung und andererseits durch Kernspintomographie gestellt.
    Meniscusrisse und auch Knorpelschäden können durch so genannte arthroskopische Operationen minimal-invasiv gut behandelt werden. Mittels Arthroskopie wird über eine kleine Stichöffnung, das so genannte Arthroskop, eine spezielle bleistiftdicke Optik, die mit einer Videokamera verbunden ist, in das Gelenk eingebracht. Über eine weitere Stichöffnung, auf der gegenüberliegenden Seite wird eine Tastsonde in das Gelenk eingeführt, um die Gelenksstrukturen zu untersuchen. Auf diese Weise erlangt der Chirurg genaue Erkenntnisse über den Zustand sämtlicher Gewebe und Strukturen im Gelenk.
    Mit speziellen Miniaturinstrumenten ist es dann möglich, verletzte oder erkrankte Gelenksteile zu entfernen oder auch zu reparieren.
    Risse, die nahe an der Kapsel stattfinden und bei denen eine ausreichende Durchblutung der Meniscusanteile gegeben ist, können auch genäht werden.
    Nach der Operation kann der Patient durchaus erwarten, wenn keine zusätzlichen Knorpelschädigungen bereits vorhanden sind, seine früheren Aktivitäten ohne Einschränkung wieder durchführen zu können.
    Wissenschaftliche Untersuchungen haben gezeigt, dass zum Schutz des Gelenkes derartig störende Meniscusteile so früh wie möglich entfernt werden sollen. Durch die Teilentfernung des Meniscus wird der Meniscus zwar etwas kleiner, verglichen jedoch mit der Schädigung durch Teilchenabrieb, der im Kniegelenk wie Sand im Getriebe wirkt, ist eine Teilentfernung mit Sicherheit das kleinere Übel.

    Die Anfangsstadien der Kniegelenksabnützung sind das Anwendungsgebiet für die nichtoperative Therapie. Das Knorpelgewebe im Kniegelenk beginnt dünner zu werden, um diesen Vorgang zu behindern, werden medikamentöse Mittel, allgemein und lokal im betroffenen Gelenk (intraartikulär) zur Anwendung gebracht.
    Der Beginn einer Arthrose ist gekennzeichnet durch einen vorzeitigen und übermäßigen Abrieb des Knorpelbelages. Durch weitere Belastung beziehungsweise Über- und Fehlbelastung kann der Knorpel bis zum Knochen abgerieben werden.
    Bei leichteren Knorpelschäden reicht eine einfache arthroskopische Glättung des Knorpels zumeist aus, wobei postoperativ eine Knorpelaufbaukur, bei der knorpelaufbauende Substanzen in das Kniegelenk gespritzt werden, durchgeführt werden sollte.
    Kleine umschriebene tiefe Knorpeldefekte können durch Knorpeltransplantationen behoben werden. Dabei wird ein Knorpelknochenzylinder aus einem nicht belastenden Gelenksteil entnommen und in den Defekt in der Belastungszone implantiert. Nach solchen Operationen darf das Kniegelenk vier bis sechs Wochen nicht belastet werden, um ein gutes Einwachsen des Knorpels zu ermöglichen.
    Bei fortgeschrittenen Knorpelschäden kommt es in weiterer Folge zur Arthrose, die im Röntgen durch den Verlust des so genannten Gelenkspaltes gesehen wird.
    Im Endstadium der Arthrose-Erkrankung läuft man so zu sagen „auf der Felge“, das heißt Knochen auf Knochen. Dieser Prozess geht mit einer sichtbaren Deformierung des Gelenkes und auch einer Veränderung der Gelenksachse einher. Die arthroskopische Chirurgie macht es möglich, auch derartig zerstörte Gelenke wieder fitter zu machen.
    Bei weiterem Fortschreiten der Arthrose, können durch moderne Implantate Teile des Knies oder das ganze Knie ersetzt werden.
    Häufig wird durch eine vermehrte O-Bein-Stellung im Alter vor allem der innere Anteil des Kniegelenkes hochgradig abgenützt. In diesem Fall kann der innenseitig abgenutzte Gelenksknorpel computergesteuert über einen minimal-invasiven Zugang mit kleinen Metallimplantaten ersetzt werden.
    In diesem Fall wird statt dem Knorpelüberzug ein Metallbügel im Knochen verankert und zementiert und als Gleitfläche eine Polyethylenscheibe eingeschoben. Der Patient ist gleich am nächsten postoperativen Tag mobilisierbar und kann das Knie belasten. Eine weitgehend schmerzfreie Belastung und Bewegung des Kniegelenkes, ist schon nach ein paar Tagen möglich. Bei hochgradigen Abnutzungen des gesamten Kniegelenkes sind Knieprothesen erforderlich, wobei im Rudolfinerhaus modernste Implantate zur Verfügung stehen, die auch über Computernavigation möglichst gewebeschonend implantiert werden können.
    Für ein arthrotisch erkranktes Kniegelenk stellt dann letztlich der endoprothetische Gleitflächenersatz die Behandlung der Wahl dar. Dabei werden die verbrauchten knorpeligen Areale des Gelenkes durch genau aufeinander passende endoprothetische Implantate ersetzt.
    Ziel dieser Therapie ist die Beweglichkeit zu verbessern, eine Deformität in O- oder X-Bein- Stellung zu korrigieren, die Gehfähigkeit wieder herzustellen und die präoperativen, quälenden Schmerzen zu eliminieren. Dies wird durch die moderne Endoprothetik ermöglicht, die formal dem natürlichen Gelenksdesign nachgebildet ist und im individuellen Fall der exakten Größe des Patientengelenkes angepasst wird.
    Wenn möglich wird lediglich ein Teilersatz durchgeführt, wobei die noch gut zu verwendenden Gelenksabschnitte erhalten bleiben (zum Beispiel: Halbschlittenprothese beziehungsweise isolierter Ersatz des Gelenksabschnittes zwischen Kniescheibe und Oberschenkelknochen). Der Ergebnisinhalt eines derartigen Eingriffes ist die Reintegration des Patienten in ein normales bewegungsaktives Leben, sodass das Gehen auf der Ebene und auf Stufen beziehungsweise bergauf und bergab wieder möglich ist.
    Darüber hinaus aber auch Rückgewinnung einer Mobilität, die auch für gewisse sportliche Aktivitäten genutzt werden kann, zum Beispiel Walking, Radfahren, Schwimmen, Gymnastik ohne Lauf- und Sprungbelastung, Golf spielen, Fischen, Segeln, Skifahren und die Jagd.
    Allerdings immer mit dem Wissen, dass es sich nur um einen medizinisch-technischen Ersatz des Gelenkes handelt, dass kein physiologisches Kniegelenk in seiner natürlichen Qualität wiederhergestellt werden konnte und dass daher permanente Stressbelastungen zu vermeiden sind. Unter diesen Bedingungen kann mit einer sehr langen Haltbarkeit des Gelenkes gerechnet werden.

    Dieses Phänomen ist für den Patienten besonders unangenehm, weil sozusagen der Sicherheitsgurt des Kniegelenkes fehlt und das Knie immer wieder ausrastet. Das Kniegelenk wird seitlich vom inneren und äußeren Seitenband stabilisiert und nach vorne und hinten vom vorderen und hinterem Kreuzband.
    Während Verletzungen der Seitenbänder meistens durch konservative Therapie mit Knieschienen und Ruhigstellung zufriedenstellend ausheilen, führen besonders Verletzungen des vorderen Kreuzbandes zu einer Gelenksinstabilität, bei der der Oberschenkelknochen gegenüber dem Unterschenkelknochen immer wieder verrutscht.
    Viele Patienten, die sich dieses Problems nicht bewusst sind, treiben weiter Sport mit der Folge, dass nach und nach Menisci, Gelenksknorpel und andere Kniebänder Schäden erleiden, die das Entstehen einer Arthrose fördern.
    Trotz intensiven Muskeltrainings können derartig instabile Gelenke nicht verlässlich kontrolliert werden, insbesondere bei Nachlassen der Konzentration oder Ermüdungszuständen der Muskulatur. Aus diesem Grund sollten instabile Gelenke, vor allem bei sportlichen Patienten (Freizeitsport wie Tennis, Golf, Skifahren), und deren Bänder zu einem möglichst frühen Zeitpunkt stabilisiert werden, um eine Folgearthrose zu vermeiden.
    Kreuzbänder können heutzutage ebenfalls durch eine arthroskopische Operation eingesetzt werden. Als Ersatzmaterial für das Kreuzband gibt es eigene Sehnen die dem Körper entnommen werden, wie zum Beispiel die Kniescheibensehne oder die Semitendinosussehne. Zusätzlich können auch Kunstsehnen verwendet werden, die den Vorteil der frühen vollen Belastbarkeit bieten.
    Bei der Implantation von körpereigenen Sehnen kann die volle Belastung des Kniegelenkes erst nach Einwachsen der Sehne nach vier bis sechs Wochen erfolgen.
    Um eine gute postoperative Funktionsfähigkeit des Kniegelenkes zu erreichen, ist die richtige Rehabilitation äußerst wichtig. Selbst nach einer einfachen diagnostischen Arthroskopie benötigt das Gelenk einige Tage der Ruhe, um sein inneres Gleichgewicht wieder zu finden.
    Nach arthroskopischen Operationen, vor allem wenn Gewebe neu entstehen soll, ist Ruhe und Schonung notwendig. In der ersten Phase nach der Operation muss man vor allem Ruhe einhalten, das Gelenk so wenig wie möglich belasten und entzündungshemmende Medikamente einnehmen, um das Kniegelenk nach einem Eingriff wieder zu beruhigen. Die Dauer dieser Phase hängt nicht nur vom Ausmaß der durchgeführten arthroskopischen Maßnahmen ab, sondern auch von der individuellen Disposition zur Heilung und Regeneration.
    Man kann den regenerativen Prozess zwar durch Medikamente und physikalische Therapien unterstützen, man soll jedoch nicht vergessen, dass der Heilungsprozess im Wesentlichen unabhängig abläuft und vor allem nicht gestört werden soll.
    In der zweiten Phase, wenn die Heilvorgänge schon weitgehend abgeschlossen sind, geht es darum, das Bewegungsausmaß des Gelenkes wieder herzustellen und die das Knie kontrollierenden Muskeln wieder aufzubauen. In dieser Phase sind Bewegungsübungen, am besten Rad fahren und Kraftübungen durch Widerstandübungen erforderlich.
    Erst nach einer konsequenten Trainingsphase von vier bis sechs Wochen können die gewohnten Sportarten wieder begonnen werden.

    Schulter

    Die häufigsten Schmerzursachen entstehen durch Abnutzungen, Sehnenentzündungen oder -einrisse und strahlen oft in den Oberarm, jedoch auch oft in den Nacken oder in die Brustwirbelsäule aus. Mittels sorgfältiger klinischer und radiologischer Untersuchung kann die Ursache herausgefunden werden. Abhängig vom radiologischen Ergebnis stehen der modernen Orthopädie heute konservative Therapien, minimal-invasive Operationen bis hin zu endoprothetischen Gelenksersatz zur Verfügung. Aufgrund der fortschrittlichen Technologie sind die Heilungschancen vielversprechend.

    Durch Ausbildung von Knochenvorsprüngen im Bereich des Schulterdaches oder im Bereich des Gelenkes mit dem Schlüsselbein kommt es häufig zu Einengungen zwischen Schulterdach und Schulterkugel.
    Die durch dieses Einengungssyndrom hervorgerufenen Beschwerden können zunächst durchaus konservativ behandelt werden. Gezielte Infiltrationen, physikalische Therapie und Bewegungstherapie können den Entzündungsreiz beheben und zu einer schmerzfreien Beweglichkeit des Schultergelenkes führen.
    Bei therapieresistenten Fällen oder bei immer wiederkehrenden Schmerzzuständen kann mit Hilfe einer kleinen minimal-invasiven arthroskopischen Operation Abhilfe geschaffen werden.
    Bei Fortschreiten der Einengung und durch zunehmende Anlagerung von Knochenspornen wird der Raum zwischen Schulterdach und Schulterkugel immer enger und die Muskelmanschette kann damit langsam aufgerieben werden, sodass sie letztendlich einreißt. Aus diesem Grund empfiehlt es sich, einengende Sporne schon frühzeitig abzutragen, um das Einreißen dieser Muskelmanschette zu verhindern.

    Reizungen des Schleimbeutels unterhalb des Schulterdaches führen auch oft zum Ausfallen von Kalkkristallen, die dann einen Kalkherd im Bereich dieses Schleimbeutels bilden. Über einen längeren Zeitraum sind diese Kalkherde symptomlos und verursachen keinerlei Schmerzen. Bei Größenzunahme des Kalkherdes kann es zu einer Einklemmung der Sehne und Entzündung dieser kommen. Dieser Prozess kann sehr starke langhaltende Schmerzen und eine Rötung respektive Schwellung der gesamten Schulter verursachen.
    Nach ausführlicher klinischer Untersuchung sowie bildgebender Diagnostik – Ultraschall und Röntgen – kann zunächst mit konservativer Therapie wie Infiltrationen und physikalischer Therapie der Versuch unternommen werden, den Reizzustand zu lösen und den Kalkherd an sich aufzulösen. Bei anhaltenden oder immer wiederkehrenden Schmerzen kann auch hier mittels eines minimal-invasiven arthroskopischen Eingriffes dieser Kalkherd mit einer Fräse entfernt werden. Die Operation dauert in je nach Größe und Ausprägung 20 – 40 Minuten und erfordert einen kurzen Spitalsaufenthalt von ein bis zwei Nächten.

    Bei Fortschreiten der Einengung und durch zunehmende Anlagerung von Knochenspornen wird der Raum zwischen Schulterdach und Schulterkugel immer enger und die Muskelmanschette kann damit langsam aufgerieben werden, sodass sie letztendlich einreißt.
    Aus diesem Grund empfiehlt es sich, einengende Sporne schon frühzeitig abzutragen, um das Einreißen dieser Muskelmanschette zu verhindern.
    Ist die Muskelmanschette eingerissen, kann sie entweder arthroskopisch oder über einen kleinen Hautschnitt wieder im Knochen verankert werden. Die Nachbehandlung ist jedoch wesentlich aufwendiger und für den Patienten ungleich unangenehmer. Postoperativ muss der Patient für vier bis sechs Wochen eine Schiene in abgespreizter Stellung tragen, damit die Sehne wieder in den Knochen einwachsen kann. Erst nach sechs Wochen kann mit einer entsprechenden Heilgymnastik begonnen werden.

    Nach einer teilweisen oder vollständigen Schulterluxation kommt es häufig zum Ausriss der Gelenkskapsel. Nach Einrenkung der Luxation ist es erforderlich, zunächst ein Muskelaufbautraining konservativ durchzuführen.
    Sollten trotz konsequenten Muskelaufbautrainings weitere Luxationen stattfinden, muss die Gelenkskapsel wieder in der Gelenkspfanne verankert werden.
    Dies ist mit Fadenankern oder auch minimal-invasiv arthroskopisch möglich. Auch hier ist es notwendig postoperativ die Schulter, mittels eines Verbandes ruhig zu stellen um das Einwachsen der losgelösten Kapselanteile in den Knochen zu ermöglichen. Nach vier bis sechs Wochen kann dann wieder mit einer Heilgymnastik begonnen werden.

    Das Schultergelenk selbst kann ebenfalls, wie im Knie oder in der Hüfte, Knorpelabnutzungen oder Entzündungsherde zum Beispiel der Gelenkshaut aufweisen.
    Hier gelingt es mit arthroskopischen Operationen, bei der Knorpelglättungen durchgeführt werden, sowie entzündliche Gelenkshautanteile entfernt werden, eine gute Besserung zu erzielen.
    Bei schweren Arthrosen oder sonstigen Gelenkszerstörungen, dient der endoprothetische Schultergelenksersatz, neben der Schmerzbefreiung und der Beweglichkeitsverbesserung letztlich auch der Möglichkeit, wieder eine wesentlich verbesserte Gesamtaktivität zu erlangen.

    Ellenbogen

    Die häufigste Schmerzursache im Ellenbogengelenk sind Sehnenentzündungen jenes Muskels, der das Handgelenk und die Hand bewegt. Er entspringt am Ellenbogen. Mittels fachlicher klinischer Untersuchung kann die Ursache herausgefunden werden und eine individuelle Therapie eingeleitet werden.

    Der sogenannte „Tennis-Ellenbogen“ betrifft durchaus nicht nur Sportler. Ursache ist eine Sehnenentzündung jenes Muskels, der das Handgelenk und die Hand bewegt. Er entspringt am Ellenbogen. Gleichartige Schmerzen an der Innenseite des Ellenbogengelenkes werden „Golfer-Ellenbogen“ genannt. Die konservative Behandlung des „Tennis- oder Golfer-Ellenbogen“ besteht einerseits in einer Ruhigstellung des Handgelenkes durch Schienung und andererseits in einer lokalen Infiltrationstherapie, um die Entzündung zum Stillstand zu bringen. Versagt die konservative Therapie, kann mit einer unkomplizierten Operation, bei der die entsprechenden Sehnen eingekerbt werden, ein sehr guter Heilungserfolg erzielt werden.

    Füsse

    Die häufigsten Beschwerden des Fußes sind durch den klassischen Senkspreizfuß bedingt. Dabei kommt es zu den bekannten Fußveränderungen wie Hallux Valgus und Hammerzehe. In leichten Fällen kann mit einer Einlagenversorgung gut geholfen werden. Bei starken Veränderungen des Fußskelettes hilft eine kleine Korrekturoperation mit kurzem Spitalsaufenthalt.

    Durch den Senkspreizfuß kommt es zum Tiefertreten des Längsgewölbes und zum Absenken des Fußquergewölbes.
    Dadurch wird der Vorfuß verbreitert, die Mittelfußköpfchen II-IV treten tiefer, drücken auf die Sohlenhaut und können dort vielfach Schwielen verursachen.
    Des Weiteren kommt es durch die Auseinanderspreizung des Mittelfußknochens zu einem Herausragen des ersten Strahles, und durch Änderung der Zugrichtung der Sehnen reagiert die Großzehe mit einer Fehlstellung, dem so genannten Hallux valgus. Das nach innen herausragende Mittelfußköpfchens I wird im Volksmund Frostbeule genannt. In wenig fortgeschrittenen Fällen schaffen Fußgymnastik sowie Abstützungen der Mittelfußknochen durch Pölsterchen oder durch Modelleinlagen Abhilfe.

    In fortgeschrittenen Fällen ist jedoch oft nur eine operative Korrektur möglich. Bezüglich des Hallux valgus gibt es einen große Anzahl an möglichen Korrekturoperationen.
    Dadurch wird der Vorfuß verbreitert. Die Auswahl des Verfahrens hängt einerseits vom Grad der Fehlstellung, andererseits von der Abnützung (Arthrose) des Großzehengrundgelenkes ab. Generell bevorzugt man heutzutage eine echte Korrektur der Fehlstellung, bei der man das Gelenk nach Möglichkeit erhält. Dies ist vor allem bei jüngeren oder aktiven Patienten angezeigt, die die volle Belastbarkeit des Großzehengrundgelenkes benötigen.
    Zu diesem Zweck wird der nach innen gespreizte erste Mittelfußknochen mit einer Säge V-förmig durchschnitten und in seine ursprüngliche Position verschoben. Überstehende Anteile werden entfernt.
    Da es sich bei der Operation um eine Osteotomie (Knochendurchtrennung) handelt, muss diese Knochendurchtrennung oft mit einem Bohrdraht oder einer Schraube stabilisiert werden.
    Der Bohrdraht muss nach der Knochenheilung entfernt werden, Schrauben können mitunter belassen werden. Der Patient darf den Fuß zwar sofort nach der Operation belasten, muss aber bis zur Verheilung des Knochens einen Spezialschuh mit einer steifen Sohle tragen.
    Wenn nur die Frostbeule ohne Fehlstellung des ersten Mittelfußknochens im Vordergrund steht, genügt oft eine Abmeißelung oder Abfräsung dieses vorstehenden Knochenstückes.
    Die Derotationsosteotomie stellt eine weitere Möglichkeit zur operativen Behandlung des Hallux valgus dar. Dabei wird der erste Mittelfußknochen schräg durchtrennt und die dabei entstehenden Knochenenden gegen einander im korrigierenden Sinn verdreht. Dadurch kommt es zu einer Korrektur sämtlicher Fehlstellungskomponenten und damit zu einer Normalisierung der Großzehenstellung. Die wieder gewonnene Begradigung wird mit einer kleinen Winkelplatte stabilisiert. Dieser Eingriff ist sehr erfolgreich in Folge seiner umfassenden Korrekturmöglichkeit bei erhaltener Gelenksmechanik.
    Prinzipiell können alle diese Operationen in lokaler oder Leitungsanästhesie durchgeführt werden. Die Operationen sind zumeist mit einem kurzen Spitalsaufenthalt von ein bis drei Tagen verbunden, wobei die Eingriffe in manchen Fällen prinzipiell auch ambulant durchgeführt werden können.
    Postoperativ können zwar Schmerzen und Schwellungen auftreten, die jedoch mit geeigneten Medikamenten und Bandagen rasch gelindert werden. Generell ist zu sagen, dass diese Korrekturen eher früher durchgeführt werden sollten, weil bei geringer Fehlstellung bessere Ergebnisse zu erwarten sind.

    Eine weitere Folge des Spreizfußes ist die Entwicklung der so genannten Hammerzehe. Durch das Tiefertreten der Mittelfußköpfchen II – IV stellen sich die entsprechenden kleinen Zehen auf und verkrümmen sich durch falschen Sehnenzug, es treten die typischen Hühneraugen im mittleren Zehengelenk auf.
    Konservative Therapiemethoden, wie Schutz der Hühneraugen durch Filzringe oder Abtragen der Hühneraugen durch Pediküre, hilft in vielen Fällen nicht viel. Dies deshalb, da es immer wieder zu Druckbelastungen in diesem Bereich kommt und eine neue Hornhaut ausgebildet wird.
    Bei Versagen dieser Methoden wird eine operative Korrektur erforderlich. Die Druckentlastung der betroffenen Gelenke erfolgt durch Resektion des Köpfchens des Grundgliedes der betroffenen Zehe. Postoperativ kann gleich belastet werden, es sollten jedoch etwas breitere Schuhe getragen werden.
    In fortgeschrittenen Fällen kommt es zur so genannten Subluxation (Ausrenkung im Zehengrundgelenk), wobei die Zehe über das tiefer getretene Mittelfußköpfchen tritt. In diesem Fall sind oft Korrekturosteotomien im Bereich der Mittelfußknochen notwendig, die das Köpfchen nach Lösung der Kapselanteile wieder nach hinten und oben verschieben.
    So kommt es zu einer Korrektur des gesamten Strahles wobei diese Operation oft eine Sicherung mit Bohrdraht oder einer Schraube erfordert. Auch hier ist im Anschluss eine Schuhversorgung mit einem speziellen Schuh mit steifer Sohle notwendig.

    Hand und Finger

    Die häufigsten Schmerzen im Bereich der Hand und des Unterarms sind durch Arthrosen der Fingergelenke oder durch Entzündungen an der Sehne bedingt. Nach einer radiologischen Abklärung und einem Laborbefund zum Ausschluss einer chronischen Polyarthritis wird eine individuelle Therapie eingeleitet.

    Die orthopädische Handchirurgie bietet Korrekturverfahren für sämtliche deformierende sowie chronisch entzündlich, schmerzhafte Gelenks- und Sehnenscheidenleiden im Hand- und Fingerbereich. Dies betrifft sowohl Abnützungsveränderungen als auch Veränderungen bei entzündlichen Erkrankungen wie Rheuma, Gicht und anderen. Oft behindert eine chronische Sehnenscheidenentzündung die Hand und Fingerfunktion, sodass schließlich ihre chirurgische Entfernung notwendig wird. Ziel ist die Wiederherstellung einer schmerzfreien Funktion der Gelenke, bzw. Sehnen.

    Ein häufiges Leiden ist das Carpal-Tunnelsyndrom in Folge einer schmerzhaften Kompression des Nervus medianus im Handwurzelbereich. Die Diagnose wird mittels einer Nervenleitgeschwindkeitsmessung (NLG) ermittelt. Das Carpal-Tunnelsyndrom ist gerade zu Beginn mit konservativer Therapie – wie Nachtlagerungsschienen, Infiltrationen, physikalischer Therapie und vieles mehr – gut behandelbar. Wenn jedoch die Kraft deutlich eingeschränkt ist, und der Leidensdruck, ob der Schmerzen, den Alltag stark einschränkt, dann sollte operiert werden. Die operative Befreiung des Nervens aus seinem Engpass führt zu einer spontanen Schmerzbefreiung und zu einem Wiedergewinn der gestörten Sensibilität und Handmotorik.

    Wirbelsäule

    Die häufigsten Ursachen für Schmerzen im Bereich der Wirbelsäule sind auf Bandscheibenabnutzungen und Arthrosen der kleinen Wirbelgelenke zurückzuführen. Eine entsprechende Schmerzdiagnostik ist immer mit einer klinisch-manuellen Untersuchung des Patienten verbunden. Aufgrund der Diagnose unter Berücksichtigung der bildgebenden Verfahren wie Röntgen und MRT werden die weiteren Behandlungsschritte gesetzt. In den meisten Fällen kann mit einer konservativen gezielten Schmerztherapie gut geholfen werden.

    Bei leicht bis mittelgradigen Veränderungen ist oft eine lokale Behandlung mittels schmerzstillender und entzündungshemmender Injektionen, die zielgerichtet an den Ort der Ursache gebracht werden, ausreichend, um den Schmerzkreislauf zu durchbrechen. Im Bereich der Wirbelsäule sind es vor allem die kleinen Wirbelgelenke beziehungsweise Nervenwurzeln, die durch gezielte Infiltrationen – sei es durch Bildwandler oder CT – eine rasche und nachhaltige Schmerzerleichterung erfahren. Auch bei Bandscheibenvorfällen wird durch solche Injektionstechniken eine rasche Schmerzlinderung erzielt, sie ersparen in vielen Fällen einen operativen Eingriff. Diese Therapien werden dann im Rudolfinerhaus durchgeführt.

    Abnützungen der Bandscheibe und Bandscheibenvorfälle sind die häufigste Schmerzursache im Bereich der Wirbelsäule.
    Je nach Lokalisation des Bandscheibenvorfalles kommt es zu ziehenden Schmerzen in ein oder beide Beine und im fortgeschrittenen Stadium auch zu Lähmungen der Zehen, des Fußes oder auch der Beinmuskulatur.
    Die Bandscheibe besteht aus einem äußeren Faserknorpelring und einem inneren wasserhältigen geleeartigen Kern. Durch Risse in Teilen des Außenringes kann es zunächst zu einer Vorwölbung der Bandscheibe einer so genannten Discusprotrusion und bei weiterem Vordringen des geleeartigen Kerns zum eigentlichen Discusprolaps kommen.
    An diagnostischen Maßnahmen sind Röntgenuntersuchungen und vor allem Magnetresonanzuntersuchungen der Wirbelsäule erforderlich, um die Lokalisation, die Größe und die Art des Bandscheibenvorfalles zu beurteilen.
    Je nach Ausdehnung, Lage und Größe beziehungsweise Beschaffenheit des Bandscheibenvorfalles kann eine bessere Prognose über die Schmerzdauer und die Art der konservativen Therapie erfolgen.
    Oft lassen sich innerhalb von zehn- bis vierzehntägigen stationären Aufenthalten mit intensiver Infusionsbehandlung, CT-gezielten Infiltrationen beziehungsweise intensiver physikalischer Therapie rasche Besserungen ohne Operation erzielen.
    Bei anhaltenden Schmerzen oder bei Lähmungen muss der Bandscheibenvorfall operiert werden.
    Der Vorteil dieser Methode liegt indem kurzen Krankenhausaufenthalt und in der raschen Mobilisierung der Patienten.

    Bei zunehmender Abnutzung der Bandscheibe ohne Vorfall kommt es zu einer vermehrten Belastung der kleinen Wirbelgelenke, die aufgrund dieser Belastung eine Abnutzung (Arthrose) entwickeln.
    Die degenerierten kleinen Wirbelgelenke können selbst sehr schmerzhaft sein, wobei der Patient in diesem Fall vor allem über beständige Lendenwirbelsäulenschmerzen klagt.
    Hier können gezielte Infiltrationen und bei therapieresistenten Fällen Nervenabtragungen mittels Thermo- oder Kryotherapie Schmerzlinderung bewirken.
    Bei der Spinalkanalstenose handelt es sich um eine knöcherne und bandscheibenbedingte Einengung des zentralen Wirbelkanals oder des Nervenwurzelkanals. Die Patienten klagen oft über Schmerzen, vor allem Ausstrahlungsschmerzen in beide Beine, meistens beim Stehen und beim Gehen.
    Beim Sitzen oder vielfach auch beim Liegen sind die Patienten weitaus beschwerdefrei. Die Spinalkanalstenose beeinträchtigt die Beweglichkeit des Patienten beträchtlich, da das Stehvermögen und das Gehvermögen deutlich reduziert sind.
    Einfache bis minimal-invasive Verfahren, die zur Freilegung des eingeengten Wirbelkanals durchgeführt werden, können rasch Abhilfe schaffen. Oft gelingt es bei nicht allzu fortgeschrittenen Einengungen mit Distraktionsklammern über einen minimal-invasiven Eingriff denselben Effekt zu erzielen.
    Die Patienten sind bereits am nächsten Tag mobil, können aufstehen und gehen. Der Spitalsaufenthalt beschränkt sich auf fünf bis sieben Tage.

    Bei fortschreitender Schädigung der Bandscheibe, der Bänder und der kleinen Wirbelgelenke kann es zum Gleitwirbel kommen. In diesem Fall sind zunächst stabilisierende heilgymnastische Übungen angezeigt.
    Kommt es durch die vermehrte Beweglichkeit zu einer Einengung des Rückenmarkes, muss der Wirbel operativ mit Schrauben und Platten stabilisiert werden, wobei bei der gleichen Operation eingeengte Nerven befreit werden.
    Nach einer Wirbelsäulenverplattung ist ein zehn- bis vierzehntägiger Spitalsaufenthalt erforderlich. Der Patient kann jedoch am nächsten postoperativen Tag mobilisiert werden, und im Rahmen des stationären Aufenthaltes heilgymnastische Übungen erlernen.

    Wirbelkörpereinbrüche gehören zu den häufigsten Komplikationen bei Osteoporose.
    Lange Zeit war entweder eine aufwändige Operation mit Spitalsaufenthalten von zehn bis dreißig Tagen erforderlich oder eine konservative Therapie über zwölf Wochen mit Schmerzmitteln, Stützkorsett und physikalischer Therapie, die die Patienten nicht immer von ihren Schmerzen befreite.
    Seit einiger Zeit steht nun ein neues, perkutanes und minimal-invasives Verfahren zur Verfügung. Die Kyphoplastik ermöglicht mit kleinen Hautschnitten, die Aufrichtung des Wirbelkörpers. Damit kann eine wesentliche Stabilisierung der Patientensituation beziehungsweise eine dramatische Verbesserung und Erhöhung der Lebensqualität erreicht werden.
    Der Eingriff kann sowohl in Lokalanästhesie als auch in Vollnarkose durchgeführt werden. Mit einer dünnen Nadel wird ein Kanal in den Wirbelkörper eröffnet. Danach wird eine Arbeitskanüle über eine Hautinzision in den Wirbelkörper vorgeschoben und mit dem Bildwandler kontrolliert. Mit einem Bohrer wird ein Kanal gebohrt durch den ein Ballonkatheter in den Wirbelkörper eingeschoben und aufgeblasen wird. Dies erfolgt von beiden Seiten des Wirbelkörpers. In den aufgerichteten Wirbelkörper wird über die Arbeitskanüle Knochenzement eingebracht.
    Der unkomplizierte Eingriff ermöglicht es dem Patienten, schon nach kurzem Krankenhausaufenthalt in ein aktives Alltagsleben ohne Stützmieder zurückzukehren. 70-90% der Patienten, so weisen seriöse Studien nach, sind schon während der Operation nach Aushärtung des Zementes großteils und im Anschluss dauerhaft schmerzfrei.

    Hüfte

    Die Ursachen für Schmerzen in der Hüfte werden mittels klinischer Untersuchung und radiologischer Abklärung abgeklärt. Häufig handelt es sich einerseits um Entzündungen im Bereich des Hüftknochens und andererseits um Knorpelabnutzungen im Hüftgelenk. Oft helfen entzündungshemmende Infiltrationen, um die Schmerzen zu beseitigen. Bei fortgeschrittenen Knorpelschäden muss jedoch an eine Hüftendoprothese gedacht werden. Diese wird dzt. schon minimal-invasiv mit kurzem Krankenhausaufenthalt durchgeführt.

    Die moderne Orthopädie bietet die Möglichkeit, bis ins hohe Alter schmerzfrei, beweglich und damit auch körperlich aktiv zu bleiben.
    Die Hüftgelenksabnützung im Anfangsstadium ist kein Thema für die operative Therapie. In diesem Frühstadium werden medikamentöse Mittel, allgemein und lokal, im betroffenen Hüftgelenk (intramuskulär) zur Anwendung gebracht.
    Die kindliche und jugendliche Überbeweglichkeit geht, individuell unterschiedlich, im Laufe des Lebens immer in ein behäbigeres Bewegungsmuster über.
    Problematisch wird der Alterungsprozess erst dann, wenn die Abnutzungserscheinungen zu Schmerzen und zu Behinderung werden, ein Zustand der allgemein als Arthrose bekannt ist.

    Bei schon etwas fortgeschrittener Hüftgelenksarthrose (Coxarthrose) ist immer zu entscheiden, ob ein gelenkserhaltender Eingriff eine Verbesserung in Aussicht stellen kann. Diese Eingriffe sind bei guter Indikation sehr erfolgreich und bewahren den Patienten vor der Implantation eines Kunstgelenkes.

    Bei einem schwer erkrankten Hüftgelenk stellt der endoprothetische Ersatz heute die Operation der Wahl dar. Ein Eingriff, der nicht nur bei schweren Arthrosen, sondern auch bei chronisch entzündlichen Zerstörungen des Gelenkes sowie bei schweren Durchblutungsstörungen des Hüftkopfes (Hüftkopfnekrose) durchgeführt wird.
    Dabei werden die Hüftgelenkspfannen durch ein Pfannenimplantat und der Hüftgelenkskopf mit seinem Schenkelhals durch ein Kopf-Halsimplantat ersetzt.
    Ziel der Operation ist die Wiederherstellung der Beweglichkeit, der Ausgleich von etwaigen durch die Krankheit bedingten Beinlängendifferenzen sowie die Wiederherstellung der Geh- und Belastungsfähigkeit, vor allem aber die Erlösung von den präoperativen Schmerzen. Damit dieser Erfolg auch durch Jahrzehnte hindurch gegeben ist, ist es notwendig ein ausgereiftes Prothesendesign und Materialien zu verwenden, die sich tatsächlich in wissenschaftlichen Langzeitbeobachtungen eindeutig bewährt haben. Innovationen, die noch nicht über entsprechende Erfahrungswerte verfügen, können zu einer schweren Enttäuschung für den Patienten werden. Ein zusätzliches wichtiges Moment ist ein muskelschonendes chirurgisches Vorgehen, das wenn möglich mit einer minimal-invasiven Operationstechnik verbunden wird. Eine konsequente postoperative Rehabilitation führt in der Regel zu einem raschen Erreichen der oben angeführten Ziele.
    Allerdings muss man sich immer bewusst sein, dass die orthopädische Endoprothetik nicht die Qualität eines natürlichen physiologischen Gelenkes wiederherstellen kann, aber einen bereits hochwertigen medizinisch technischen Gelenksersatz darstellt, der ausgezeichnete Ergebnisse liefert.
    Permanente Stressbelastungen sind jedoch zu vermeiden, da es sich eben nur um einen Gelenksersatz und nicht um die Wiederherstellung einer physiologischen Gelenksqualität handelt. Patienten mit mehr als einem endoprothetischen Ersatzgelenk an der unteren Extremität sind von den genannten Sportarten nicht ausgeschlossen, sollten sich jedoch den individuellen Möglichkeiten und Verhältnissen sorgfältig anpassen.
    Die kindliche und jugendliche Überbeweglichkeit geht, individuell unterschiedlich, im Laufe des Lebens immer in ein behäbigeres Bewegungsmuster über.
    Problematisch wird der Alterungsprozess erst dann, wenn die Abnutzungserscheinungen zu Schmerzen und zu Behinderung werden, ein Zustand der allgemein als Arthrose bekannt ist. Ein durch die Ereignisse des Lebens abgenütztes Hüft- oder Kniegelenk führte früher oftmals zum Rollstuhl und schließlich zur Pflegeabhängigkeit.
    Die moderne orthopädische Endoprothetik verfügt über Implantate, die dem natürlichen Gelenksdesign nachgebildet sind und dem individuellen Patientengelenk in Form und Größe genau angepasst werden können. Moderne Implantate liegen in einem Baukastensystem vor, was den Vorteil besitzt, eine genaue Anpassung an alle pathologischen Möglichkeiten des erkrankten Gelenkes zu erreichen. Außerdem hat das Baukastensystem den Vorteil, dass bei etwaiger Notwendigkeit Einzelteile des Systems ausgetauscht werden können, ohne in das Gesamtsystem eingreifen zu müssen.
    Dabei wird ein Baukastensystem benützt. Das ergibt zwei wesentliche Vorteile, einerseits kann eine sehr genaue Anpassung an das individuelle natürliche Gelenk erfolgen und andererseits können bei Bedarf die bewegungsaktiven Teile, nämlich der Hüftkopf beziehungsweise sein Gleitpartner, der Pfanneneinsatz, bei Notwendigkeit unter vollständiger Belassung der im Knochen verankerten Implantatsanteile ausgewechselt werden. Die bevorzugte Implantationstechnik arbeitet zementfrei, in dem der Knochen exakt für die Größe der Implantatsteile vorbereitet wird und diese sich nach der Implantation mit dem Knochen optimal und dauerhaft verbinden. Dies ist möglich, da das verwendete Material der Implantate, nämlich Titan, diesen Vorgang optimal begünstigt.